Eine genetische Variante des SLC45A2-Gens kann mit okulokutanem Albinismus bei der Rasse Dobermann in Verbindung gebracht werden, welche auch als Weiße Doberman Pinscher (WDP) bezeichnet werden. Die genetische Variante verursacht eine erbliche Störung der Melanin-Biosynthese, so dass WDPs eine „weiße“ (cremefarbene) Fellfarbe, blaue Augen mit blasser Iris und rosa Nasen und Lippen besitzen. Bei den meisten WDPs geht die genetische Variante auf den ersten weißen Dobermann, Queen Sheba (geboren 1976), zurück. WDPs reagieren empfindlich auf helles Licht und zeigen Photophobie (Überempfindlichkeit der Augen). Mehrere Berichte weisen auf eine höhere Häufigkeit von Hauttumoren, Nävi („Muttermale“) und Sehstörungen bei WDPs im Vergleich zu Dobermännern mit Standardfellfarben hin. WDPs sind jedoch nicht taub, und es scheint keine Korrelation zwischen WDPs und Blutungsdiathese (Blutungsneigung) oder Defekten des Immunsystems zu geben. Es handelt sich einen autosomal-rezessiven Erbgang.
Dobermann
| Testnummer | Nur in LABOGeneticsXXL – Hund enthahlten |
| Abkürzung | OCA4 |
| Erbgang | autosomal-rezessiv |
| Gen | SLC45A2 |
| Variante | DEL |
| Literatur | OMIA:001821-9615 |
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