Amdoparvoviren sind vor allem als Erreger der Aleutenkrankheit bei Marderartigen bekannt, können jedoch auch Hundeartige infizieren. Im März 2026 wurde ein neuartiges Ausbruchsgeschehen des Raccoon Dog and Fox Amdoparvovirus (RFAV) bei Dobermännern in Serbien beschrieben. Inzwischen gibt es auch erste Nachweise aus Kroatien und Bulgarien.
Bislang wurden ausschließlich Dobermänner als betroffene Hunde beschrieben. Ob auch andere Rassen empfänglich sein können, ist derzeit noch unklar. Auch die genauen Übertragungswege sind bislang nicht abschließend geklärt.
Mögliche Symptome sind:
🔹 Augen- und Nasenausfluss
🔹 Gewichtsverlust und schlechter Fellzustand
🔹 Leberfunktionsstörungen
🔹 neurologische Auffälligkeiten
🔹 Hornhautödeme
Die Infektion kann chronisch verlaufen und führt bei betroffenen Tieren häufig zum Tod. Die Inkubationszeit beträgt etwa zwei Wochen bis zwei Monate, das Virus kann jedoch über einen längeren Zeitraum im Blut nachweisbar sein.
🧪 Ab sofort bietet LABOKLIN einen PCR-Test auf Amdoparvoviren an. Ein positives Ergebnis wird zur genaueren Bestimmung des Virus durch eine Sequenzierung bestätigt.
⚠️ Bei Verdacht auf eine Infektion wenden Sie sich bitte an Ihre Tierarztpraxis oder Tierklinik.
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„Autosomal rezessiv“ beschreibt ein Vererbungsmuster für bestimmte Merkmale oder Erkrankungen bei Tieren, wie Hunden, Katzen oder Pferden, das sich auf Gene bezieht, die auf den Autosomen lokalisiert sind. Autosomen sind die Chromosomen, die nicht direkt die Geschlechtsbestimmung beeinflussen. Bei einem autosomal rezessiven Erbgang muss ein Tier zwei Kopien eines mutierten Gens tragen – eine von jedem Elternteil – um das Merkmal oder die Krankheit auszuprägen.
Hier sind die wichtigsten Aspekte des autosomal rezessiven Erbgangs in Bezug auf Tiere:
Dieses Erbgangsmuster ist bei vielen genetischen Störungen und Erkrankungen bei Tieren relevant, einschließlich bestimmter Fellfarben, erblicher Gesundheitszustände oder spezifischer Verhaltensmerkmale. Da die betroffenen Gene auf Autosomen liegen, können sowohl männliche als auch weibliche Tiere von diesen Erkrankungen betroffen sein. Es ist wichtig für Züchter und Tierhalter, die genetische Geschichte ihrer Tiere zu kennen, um das Risiko der Weitergabe von autosomal rezessiven Erkrankungen zu minimieren.