Primärer Hyperparathyreoidismus (PHPT) beim Keeshond
Der primäre Hyperparathyreoidismus (PHPT) ist eine erblich bedingte Erkrankung, bei der die Regulation des Kalziumspiegels im Körper gestört ist. Mögliche Folgen sind eine zunehmende Schwächung der Knochen, Nierenprobleme bis hin zum Nierenversagen sowie weitere Stoffwechselstörungen.
Beim Wolfsspitz/Keeshond wurde eine Variante im SIRT6-Gen gefunden, die mit der Krankheit assoziiert ist. Diese wird autosomal-dominant vererbt. Besonders herausfordernd für die Zucht ist der späte Erkrankungsbeginn, da die Symptome der PHPT meist erst nach dem 8. Lebensjahr sichtbar werden und damit häufig zu einem Zeitpunkt, zu dem die Hunde bereits in der Zucht eingesetzt wurden. Der Gentest ermöglicht eine frühzeitige Identifikation betroffener Tiere und unterstützt Züchter und Besitzer bei einer verantwortungsvollen Zuchtauswahl und Vorsorge.


