Ihr EXPERTE für Tiergenetik

Kontakt Info

Wenn der Wurm drin ist: Entwurmung vs. Kotuntersuchung bei Hund und Katze

Jeder Hund und jede Katze ist dem Risiko ausgesetzt, sich mit Würmern zu infizieren. In Mitteleuropa sind als Darmparasiten vor allem Spul-, Haken- und Bandwürmer bedeutsam. Diese wandern teilweise vom Darm aus durch weitere Organe des Körpers. Zusätzlich spielen Lungenwürmer eine zunehmende Rolle.

Eine Infektion erfolgt meist über die Aufnahme von Kot, Gras und Beutetieren wie z. B. Mäusen oder Vögeln sowie über Zwischenwirte, z. B. Flöhe. Das individuelle Risiko für einen Wurmbefall variiert daher stark. Während sich manche Tiere fast nie infizieren, gibt es andere, die fast täglich neue Wurmeier aufnehmen. Dies hängt unter anderem vom Alter, Lebensstil und der Fütterung ab.

Die ESCCAP – eine europäische unabhängige Organisation, die Leitlinien zum Umgang mit Parasiten erstellt – empfiehlt deshalb ein risikoorientiertes Vorgehen. Je nach Lebensweise sollten Hunde und Katzen entweder in individuell festgelegten Abständen entwurmt oder durch Kotuntersuchungen in denselben Abständen überwacht werden. Ziel ist es die Ausscheidung infektiöser Wurmeier zu reduzieren und damit die Gesundheit von Tier und Mensch zu schützen. Einige Wurmarten sind Zoonoseerreger, das bedeutet sie können vom Tier auf den Menschen übertragen werden. Besonders gefährdet sind Kinder und immungeschwächte Personen.

Statt einer routinemäßigen Entwurmung ist auch die Untersuchung einer Kotprobe möglich. Damit wird gezielt nachgewiesen, ob ein Tier mit Würmern infiziert ist. So können unnötige Medikamentengaben vermieden werden. Allerdings werden Wurmeier nicht durchgehend ausgeschieden, sodass selbst bei einer Sammelkotprobe über drei Tage manchmal ein geringfügiger Befall nicht erfasst werden kann. Ein negativer Befund schließt einen Wurmbefall daher nicht immer sicher aus.

Sprechen Sie mit Ihrer Tierärztin oder Ihrem Tierarzt über den individuell nötigen Abstand und die Art der Kotuntersuchung sowie die Entwurmung. Weitere Informationen finden Sie auch in unserem Folder „Rat & Tat: Ist da der Wurm drin?“.