Darm-Dysbiosen und deren Analyse bei Hund und Katze
Hunden und Katzen verschiedene Ursachen haben. Eine mögliche Rolle spielt dabei eine Darm-Dysbiose. Darunter versteht man ein Ungleichgewicht der natürlichen Darmbakterien. Diese Mikroorganismen unterstützen normalerweise die Verdauung, stärken die Darmbarriere und trainieren das Immunsystem. Gerät dieses Gleichgewicht aus dem Lot, kann die Schutzfunktion des Darms beeinträchtigt werden und Krankheitserreger können sich leichter vermehren.
Zur Abklärung kann eine Analyse der Darmmikrobiota anhand einer Kotprobe durchgeführt werden. Mithilfe einer molekularbiologischen Methode (qPCR) wird die DNA bestimmter Bakteriengruppen nachgewiesen und zahlenmäßig (quantitativ) bestimmt. So lässt sich beurteilen, ob wichtige Markerkeime im Gleichgewicht sind oder Hinweise auf eine Dysbiose bestehen.
Eine solche Untersuchung kann sinnvoll sein, wenn Tiere unter chronischem Durchfall, Verdauungsproblemen oder anderen Erkrankungen stehen, die mit Veränderungen der Darmflora zusammenhängen können. Auch nach Antibiotikatherapien oder bei Immunstörungen kann eine Analyse Hinweise liefern.
Zur Einordnung der Ergebnisse wird der sogenannte Intestinal-Score berechnet. Dieser Summenindex von 0 bis 10 fasst die Abweichungen der untersuchten Bakteriengruppen zu ihren Richtwerten zusammen und erleichtert eine Einschätzung, ob eine Dysbiose vorliegt und wie stark sie ausgeprägt ist.
Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Ihre Tierarztpraxis oder Tierklinik – diese helfen Ihnen gerne weiter.

