Clopidogrel-Wirksamkeit bei der Katze
Die arterielle Thromboembolie (ATE) ist eine schwerwiegende und häufig lebensbedrohliche Komplikation bei Katzen mit hypertropher Kardiomyopathie (HCM) oder anderen Herzerkrankungen. Sie entsteht, wenn ein Blutgerinnsel (Thrombus) eine Arterie verschließt und dadurch den Blutfluss zu Organen oder Gliedmaßen unterbricht. Die Folgen sind oft schwere Gewebeschäden oder Infarkte.
Zur Prävention einer ATE wird bei betroffenen Tieren häufig Clopidogrel eingesetzt, ein Thrombozytenaggregationshemmer, der durch Blockade von ADP-Rezeptoren die Bildung von Blutgerinnseln hemmt. In der Praxis zeigt sich jedoch eine stark unterschiedliche Wirksamkeit der Therapie, was auf das Vorliegen einer Clopidogrel-Resistenz bei manchen Tieren hindeutet.
Wissenschaftliche Untersuchungen konnten nun eine genetische Variante des P2RY1-Gens identifizieren, das einen der ADP-Rezeptoren kodiert. Katzen, die diese Variante tragen, sprechen tendenziell schlechter auf Clopidogrel an und benötigen daher eine alternative oder zusätzliche Therapie zur Thromboseprophylaxe, um das ATE-Risiko effektiv zu senken.


