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Dermoidsinus (DS)

Allgemeine Beschreibung

Bei einem Dermoidsinus (DS) handelt es sich um eine schlauchartige Einstülpung der Haut, bei der es zu plötzlichen Entzündungen kommen kann. Das Risiko zur Entstehung eines Dermoidsinus (DS) beim Rhodesian Ridgeback kann anhand der vorliegenden Konstellationen zweier genetischer Marker ermittelt werden.

Rassen

Rhodesian Ridgeback

Details zur Bestellung
Testnummer8945
Probenmaterial0,5 ml EDTA Blut, 2x Backenabstrich, 1x Spezialabstrich (eNAT)
Testdauer3-5 Werktage
Spezifikationen Test
Erbgangsiehe Infotext
Detaillierte Beschreibung

Bei einem Dermoidsinus (DS) handelt es sich um eine schlauchartige Einstülpung der Haut. Die Einstülpung geht unterschiedlich weit in die Tiefe der Gewebsstruktur, teilweise bis hin zur Wirbelsäule, und kann durch Anheben der Haut als strangförmiges Gebilde ertastet werden.
Der Dermoidsinus ist gefüllt mit Haaren und Talg und bereitet dem Hund keine Beschwerden, solange er sich nicht entzündet. Kommt es jedoch zu einer plötzlichen Entzündung, kann es zu großen Abszessen und massiven Infektionen kommen. In der Regel befindet sich der Dermoidsinus auf der Mittellinie des Rückenmarks, seltener im Schädelbereich.

Die 10-jährige Zusammenarbeit zwischen Prof. Dr. Ottmar Distl (ehemals TiHo Hannover), der DZRR und seit dem vergangenen Jahr auch LABOKLIN ermöglicht nun einen >strong>Gentest für einen Risikofaktor für die Entstehung eines Dermoidsinus (DS) beim Rhodesian Ridgeback. Der genetische Test wurde anhand genomweiter DNA-Sequenz-Daten entwickelt und beinhaltet zwei genetische Marker. Diese Marker sind auf zwei verschiedenen Chromosomen lokalisiert, wodurch insgesamt neun verschiedene Kombinationen von Markerkonstellationen möglich sind.

Zusammenfassung der Details:
1. Gentest für DS: Der Test analysiert zwei genetische Marker, die in Kombination mit einem erhöhten DS-Risiko verbunden sind.
2. Mögliche Genotypen: Es gibt verschiedene Kombinationen der Gene (z. B. AACC, TTCC, ATGG usw.).
3. Risikobewertung (Stand Februar 2025):

  • AA-GG, AA-CG, AA-CC: Hunde mit diesen Genotypen haben >strong>ein sehr minimales Risiko (gegen Null), einen DS zu entwickeln.

  • AT-GG, AT-CG: diese Hunde haben ein sehr geringes bis geringes Risiko für einen DS.

  • AT-CC, TT-GG: diese Hunde haben ein moderates Risiko für DS (etwa halb so hoch wie bei TT-CC).

  • TT-CG: diese Hunde haben ein höheres Risiko für DS als die vorhergehende Gruppe.

  • TT-CC: Hunde mit diesem Genotyp haben ein sehr hohes Risiko für die Ausprägung eines DS.

Bedeutung für die Zucht

  • Ziel: Welpen mit dem Hochrisikogenotyp TTCC vermeiden.

  • Empfehlung: Verpaarungen, bei denen TTCC entstehen könnte, sollten vermieden werden.

  • Hilfsmittel: Die Tabelle zeigt, bei welchen Verpaarungen der Risikogenotyp TTCC nicht entstehen kann in grün. Bei den Verpaarungen in rot kann ein Teil bzw alle Welpen den Risikogenotyp tragen.

Genotyp Hündin
AAGGATGGTTGGAACGAACCATCGTTCGATCCTTCC
Genotyp
Rüde
AAGG
ATGG
TTGG
AACG
AACC
ATCG
TTCG
ATCC
TTCC

Zusammenfassung
Durch den Gentest kann gezielt gezüchtet werden, um das Risiko für DS zu minimieren. Hunde mit riskanten Genotypen sollten nicht miteinander verpaart werden, um die Wahrscheinlichkeit noch weiter zu senken, dass Welpen mit DS geboren werden.