Hypertrophe Kardiomyopathie (HCM)
Hypertrophe Kardiomyopathie (HCM)
Allgemeine Beschreibung
Die hypertrophe Kardiomyopathie (HCM) ist eine genetisch bedingte Herzerkrankung, bei der sich die linke Herzkammer abnormal verdickt und dadurch die Herzleistung beeinträchtigt werden kann. Mögliche Folgen sind Blutgerinnungsstörungen, Herzrhythmusstörungen und Herzinsuffizienz, die zu verminderter Belastbarkeit, Atemprobleme, Ohnmachtsanfälle bis hin zum plötzlichen Herztod führen können.
Rassen
Golden Retriever, Goldendoodle
Details zur Bestellung
| Testnummer | 8975 |
| Abkürzung | HCM |
| Probenmaterial | 0,5 ml EDTA Blut, 2x Backenabstrich, 1x Spezialabstrich (eNAT) |
| Testdauer | 7-14 Werktage |
Spezifikationen Test
| Symptomkomplex | cardiologisch |
| Erbgang | autosomal-rezessiv |
| Erkrankungsalter | unter 2 Jahre |
| Gen | TNNI3 |
Detaillierte Beschreibung
Die hypertrophe Kardiomyopathie (HCM) ist eine genetisch bedingte Herzerkrankung, die durch eine abnorme Verdickung der linken Herzkammer gekennzeichnet ist. Da die linke Herzkammer dafür verantwortlich ist, das Blut durch den Körper zu pumpen, kann eine HCM die Pumpleistung des Herzens beeinträchtigen und dadurch zu einer verminderten Sauerstoffversorgung führen. Häufig betrifft die Erkrankung das sogenannte kardiale Sarkomer, die funktionelle Einheit, die für die Muskelkontraktion im Herzen verantwortlich ist. HCM tritt häufig bei Menschen, Katzen und Schweinen auf, wird jedoch bei Hunden nur sehr selten beobachtet. Die Erkrankung kann zu abnormaler Blutgerinnung, unregelmäßigen Herzrhythmen und Herzinsuffizienz führen, wobei die Ausprägung der klinischen Symptome sehr variabel sein kann.
Klinische Anzeichen können eine verminderte Belastbarkeit, Atembeschwerden oder beschleunigte Atmung, Ohnmachts- oder Kollapsanfälle sowie Herzrhythmusstörungen umfassen.
In einer Familie von Golden Retrievern wurde eine genetische Variante des TNNI3 (kardiales Troponin I)-Gens identifiziert, die mit HCM in Verbindung gebracht wird. Betroffene Welpen starben bereits vor dem Alter von zwei Jahren an einem plötzlichen Herztod (SCD). Nach aktuellem Kenntnisstand wird angenommen, dass diese Erkrankung autosomal-rezessiv vererbt wird. Das bedeutet, dass ein Hund die genetische Variante tragen kann, ohne Anzeichen der Erkrankung zu zeigen. Welpen entwickeln HCM voraussichtlich nur dann, wenn sie die entsprechende Variante von beiden Elternteilen erben.
