Glykogenspeicherkrankheit (GSD-PGBM1)
Glycogenspeicherkrankheit (GSD-PGBM1)
Allgemeine Beschreibung
Basset Hounds können an einer Glykogenspeicherkrankheit leiden, die mit einer genetischen Variante im RBCK1-Gen assoziiert ist und zu abnormalen Glykogenablagerungen führt. Erste Symptome wie chronisches Erbrechen und Durchfall treten meist im Alter von 8 bis 12 Monaten auf; später folgen Muskelschwäche, Herzprobleme und ein erhöhtes Risiko für plötzlichen Herztod.
Rassen
Basset Hound
Details zur Bestellung
| Testnummer | 8969 |
| Probenmaterial | 0,5 ml EDTA Blut, 2x Backenabstrich, 1x Spezialabstrich (eNAT) |
| Testdauer | 7-14 Werktage |
Spezifikationen Test
| Erbgang | autosomal-rezessiv |
Detaillierte Beschreibung
Glykogenspeicherkrankheiten (GSDs) sind eine seltene Gruppe vererbter Stoffwechselstörungen, die durch Defekte in spezifischen Enzymen verursacht werden, welche für die Glykogensynthese, den -abbau oder die -regulation verantwortlich sind. Diese Enzymdefekte führen zu einer abnormen Glykogenansammlung, insbesondere in Geweben mit hohem Glykogenumsatz wie der Leber, dem Herzmuskel, dem Skelettmuskel und der glatten Muskulatur.
In der Rasse Basset Hound wurde eine genetische Variante im RBCK1-Gen identifiziert, die mit einer Glykogenspeicherkrankheit assoziiert ist. Das RBCK1-Gen kodiert für eine Untereinheit einer E3-Ubiquitin-Ligase, die an Entzündungs- und Immunreaktionen beteiligt ist. Ein Mangel dieses Proteins führt zur Anreicherung von abnormalem Glykogen in Form von Polyglukosan-Speicherkörpern. Beim Menschen sind unterschiedliche Varianten in RBCK1-Gen mit der sogenannten Polyglukosan-Körper-Myopathie Typ 1 (PGBM1) assoziiert, einer Form der GSD, die durch Skelettmuskelmyopathie, Kardiomyopathie und Polyglukosanablagerungen gekennzeichnet ist.
Betroffene Basset Hounds leiden typischerweise unter gastrointestinalen Problemen wie chronisches Erbrechen und Durchfall, beginnend im Alter zwischen 8 Monaten und einem Jahr. In späteren Stadien (etwa im Alter von drei Jahren) zeigen die Hunde eine fortschreitende Muskelschwäche, Belastungsintoleranz, kongestive Herzinsuffizienz (Herzschwäche) und können einen plötzlichen Tod erleiden.
Während die Blutwerte zunächst noch weitestgehend unauffällig sind (häufig auf leicht erhöhte CK-Werte beschränkt), zeigen sich in späteren Stadien messbare Anstiege von CK (Kreatinkinase), AST (Aspartat-Aminotransferase) und kardialem Troponin, was auf anhaltende Herzschädigungen hinweist. Postmortale histopathologische Untersuchungen zeigen umfangreiche Glykogenansammlungen im Herzen, die zu einer starken Degeneration und Nekrose des Herzmuskels führen, sowie Glykogenablagerungen in der glatten Muskulatur, insbesondere im Gastrointestinaltrakt.
